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Die beiden Wege, einen Tag zu erfassen

attrect kennt zwei Arten, Zeit zu erfassen. Du wählst sie im Kontomenü — oben rechts unter deinem Namen — und die Wahl bleibt, bis du sie änderst.

Beide schreiben dasselbe. Ein Eintrag besteht immer aus einem Beginn, den gearbeiteten Stunden und der Zeit, in der die Tätigkeit geruht hat. Die beiden Wege unterscheiden sich nur darin, welche dieser Werte du eingibst und welche die App ausrechnet. Deshalb kannst du jederzeit wechseln: eine Woche, die du im Formular erfasst hast, liest sich auf der Zeitleiste genauso — und umgekehrt.

Im Formular

Der Standard. Unter jedem Tag steht eine Zeile, in der du Projekt, Tätigkeit, Beginn, Stunden und Unterbrechungen nebeneinander einträgst und mit Enter speicherst.

FeldWas hineingehört
StartWann du angefangen hast, 09:00
StundenWie lange du tatsächlich an der Sache gearbeitet hast
UnterbrechungenWie lange sie in dieser Zeit geruht hat

Rechts daneben steht das Ende, das sich aus den dreien ergibt. Es wird nicht gespeichert, sondern beim Tippen mitgerechnet — so siehst du sofort, ob die Zeiten zum Tag passen.

Schreibweisen

Zeiten kannst du als Dezimalwert oder als Dauer schreiben, wie es dir leichter fällt:

EingabeBedeutung
1,25eine Stunde fünfzehn
1:15eine Stunde fünfzehn
75im Unterbrechungsfeld: 75 Minuten

Im Unterbrechungsfeld gilt eine zusätzliche Regel, die selten auffällt und darum hier steht: eine ganze Zahl unterhalb des Erfassungstakts zählt als Stunden. Beim üblichen Takt von 15 Minuten sind 45 also dreiviertel Stunden, 2 aber zwei Stunden — niemand erfasst eine Zwei-Minuten-Unterbrechung, und die Pfeiltasten könnten so einen Wert gar nicht erzeugen. Der Takt kommt vom Kunden; bei einem Takt von 30 sind 20 folglich zwanzig Stunden, und zwanzig Minuten schreibst du 0:20.

Pfeiltasten

In den Zeitfeldern springen und auf das nächste Vielfache des Erfassungstakts. Mit Umschalt gehalten geht es um eine ganze Stunde weiter, die Minuten bleiben stehen: aus 08:45 wird 09:45, nicht 09:00. Bei einem Takt von fünf Minuten wären das sonst zwölf Anschläge pro Stunde.

Abweichende Werte bleiben trotzdem tippbar — ein Wert neben dem Raster ist eine Tatsache, kein Fehler.

Auf der Zeitleiste

Hier ziehst du statt zu tippen. Jeder Tag ist eine Spur, und eine Tätigkeit ist eine Spanne darauf: von wann bis wann du daran warst.

  • Ziehen auf dem gestrichelten Streifen legt eine neue Spanne an.
  • Umschalt+Ziehen legt stattdessen eine Pause an — sie ist sofort erfasst, ohne Formular, weil eine Pause weder Projekt noch Tätigkeit hat. Ein Kommentar geht per Doppelklick nach.
  • Die Ränder einer Spanne ziehen ändert Beginn oder Ende.
  • Die Mitte ziehen verschiebt sie als Ganzes.
  • Doppelklick auf eine Spanne öffnet das Formular dazu — für Projekt, Tätigkeit, Ort oder Kommentar, die auf der Spur nicht stehen. Dort steht auch Löschen, mit Rückfrage; die Zeitleiste ist die ganze Liste des Tages, eine Zeile mit Knöpfen daneben gibt es nicht mehr.
  • Tastatur: Ist eine Spanne fokussiert, verschieben und sie als Ganzes — die Länge bleibt. Umschalt+Pfeil zieht nur ihr Ende, Alt+Pfeil nur ihren Beginn; damit wird sie also länger oder kürzer. Geschritten wird im Erfassungstakt. Eingabe oder Leertaste öffnet das Formular — der Weg zum Löschen ohne Maus.

Auf der Spanne selbst steht, was der Tag ausgerechnet hat: Projekt, Beginn und Ende und — wo es eine gibt — die abgezogene Unterbrechung, etwa Entwicklung 09:00–12:00 −00:30. Der Balken zeigt also die Brutto-Spanne, die Zahl daneben sagt, was davon nicht auf das Projekt ging.

Die Spur zeigt standardmäßig 07:00 bis 19:00. Ziehst du eine Spanne darüber hinaus, wächst der Bereich mit — es gibt nichts einzustellen, und Frühschicht wie langer Abend bleiben erfassbar.

Bei Mitternacht ist an beiden Enden Schluss: die Spur ist ein Tag. Eine Tätigkeit, die über Mitternacht reicht, erfasst du im Formular — dort tippst du die Zeiten, und sie bedeuten genau das.

Wenn du eine Tätigkeit losgelassen hast, öffnet sich das gewohnte Formular mit den Zeiten schon eingetragen — die Zeitleiste sagt wann, das was fragt weiterhin das Formular. Bei einer Pause bleibt nichts zu fragen; sie steht direkt auf dem Tag.

Die Unterbrechung rechnet die App

Auf der Zeitleiste gibst du keine Unterbrechungen ein. Was innerhalb einer Spanne liegt, gilt automatisch als deren Unterbrechung.

Ziehst du ein halbstündiges Daily mitten in einen dreistündigen Entwicklungsblock, hat der Block danach 2,5 Stunden — die halbe Stunde steht beim Daily:

Daily liegt in Entwicklung und wird dessen Unterbrechung

Das gilt auch rückwirkend: Löschst du das Daily wieder, hat der Block wieder drei Stunden.

Und du kannst nachträglich eine umschließende Tätigkeit ergänzen. Ziehst du eine Spanne über den ganzen Tag, übernimmt sie alles bereits Erfasste als Unterbrechung und behält den Rest — praktisch für „der Rest des Tages ging an dieses Projekt":

Eine neue Spanne über den ganzen Tag übernimmt die vorhandenen Einträge als Unterbrechungen

Wenn eine Kante springt

Zwei Spannen dürfen ineinanderliegen — daraus liest attrect ja die Unterbrechung. Was nicht geht, sind zwei Spannen, die sich nur überkreuzen: keine enthält die andere, und dann sagt nichts, welche der beiden die Zeit abgegeben hat.

Beim Ziehen entsteht das gar nicht erst. Die Kante springt auf die nächstgelegene Lesart, die eindeutig ist — entweder nach außen, bis deine Spanne die andere ganz umschließt, oder nach innen, bis sie dort endet, wo die andere beginnt. Welche der beiden, entscheidet die kürzere Strecke.

Wechseln

Der Wechsel ist jederzeit möglich, in beide Richtungen, und er verändert nichts an dem, was schon erfasst ist.

Eine Sache solltest du wissen: Sobald du bei einem Eintrag die Stunden von Hand einträgst, hört die App auf, dessen Unterbrechung zu pflegen. Das ist Absicht — eine Zahl, die du selbst gesetzt hast, soll nicht hinter deinem Rücken wieder wandern. Der Eintrag bleibt danach so stehen, auch wenn sich der Tag um ihn herum ändert.

Empfehlung

Bleib bei einer Erfassungsart, statt hin und her zu wechseln. Beide sind vollständig und ergeben dieselben Daten — aber ein Tag, den du halb gezogen und halb getippt hast, verhält sich beim nächsten Ändern schwerer vorhersehbar, weil die App nur die gezogenen Einträge nachführt.